
Definition Lachen:
Freude, Erheiterung oder Belustigung ausdrückende Mimik, bei der der Mund in die Breite gezogen wird, die Zähne sichtbar werden und um die Augen Fältchen entstehen. Zugleich werden stoßweise unartikulierte Laute hervorgebracht.
Bei aller Unterschiedlichkeit der Menschen in Kultur, Sprache und Aussehen: eines haben sie doch gemeinsam: das Lachen und das Lächeln. Ein Ausdruck von Glück und Freude gleichermaßen.
Weshalb lachen wir eigentlich?
„Da fließt seelische Energie ab und es hat was Befreiendes, also so wie wenn man gewissermaßen abhustet, das ist dann ein seelisches Abhusten könnte man sagen.“
(Prof. Hinderk M. Emrich, Medizinische Hochschule Hannover)
Wie viele Muskeln werden beim Lachen aktiviert?
Anatomisch betrachtet ein echtes Phänomen: wenn ein Mensch lacht, werden innerhalb der Gesichtsregion 17 und am ganzen Körper sogar mehr als 100 Muskeln betätigt. Ein richtiges Lachen, ist zwar nicht wie ein Marathonlauf, stellt aber ähnlich hohe Anforderungen wie Leistungssport. Das merkt man spätestens am Morgen nach einem lustigen Abend am Muskelkater in der Bauchregion.
Zum finster dreinblicken braucht man 54 Muskeln.
Beim Lachen aktiviert der Mensch Gesichts-, Atem-, und Kehlkopfmuskulatur. Der Atem geht schneller und tiefer und die Bronchien werden durchlüftet. Die Lunge nimmt rund drei- bis viermal so viel Sauerstoff auf wie gewöhnlich. Dabei wird der Brustkorb teilweise schmerzhaft gezerrt und das Zwerchfell hüpft. Die schnellere Atmung regt dabei den Blutfluss an.
Das Wichtigste ist aber:
Der Körper schüttet Glückshormone aus. Lachen ist gesund.
Mediziner haben festgestellt, dass durch das Lachen auch das Immunsystem gestärkt wird. Sogenannte Antikörper, die der Körper zum Schutz vor Bakterien und Viren braucht, werden neu gebildet.
Beim Lachen werden Glückshormone (Endorphine) produziert, die in die Blutbahn gelangen. Das merken wir daran, dass die Stimmung steigt. Aber lachen bewirkt noch etwas Anderes im Körper: Während Endorphine freigesetzt werden, wird die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin unterdrückt. Die kurzzeitigen Veränderungen im Hormonhaushalt können so stark sein, dass sie helfen Schmerzen zu lindern.
Lachen hat also mindestens drei positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper:
- Die Abwehrkräfte werden gestärkt
- Der Stresspegel sinkt
- Der Hormonschub bringt Glücksgefühle.
Allerdings nur, wenn man echt und herzhaft lacht.
Sprüche zum Thema Lachen:
„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“
(Charlie Chaplin)
„Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat.“
(Nicolas Chamfort)
„Was der Sonnenschein für die Blumen ist, dass sind lachende Gesichter für die Menschen.“
(Joseph Addison)
„Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und gute Laune.“
(Charles Dickens)
Wie ansteckend ist das Lachen wirklich?
Es gab einen Test: Ein Tonband mit Lachgeräuschen inmitten einer Fußgängerzone. Und tatsächlich: Es funktioniert. Lachen steckt an. Die meisten jedenfalls. Und dazu ist Lachen auch noch ganz schön einfach.
Lachen ist ansteckend, aber in diesem seltenen Fall, ist die Ansteckung etwas Gutes!
„Lachen ist deswegen ansteckend, es gibt sozusagen eine Gefühlsansteckung, weil die so genannten Spiegelneuronen, die hier aktiv sind, dazu führen, dass ein Gefühl, welches in einem anderen Menschen auftritt, wie zum Beispiel das Lachen, in mich regelrecht rein gebeamt wird, in mir aktiviert wird und ich erlebe dann gewissermaßen das Lachen des anderen Menschen.“
(Prof. Hinderk M. Emrich, Medizinische Hochschule Hannover)
Kinder machen es richtig. Denn die lachen bis zu 400 Mal am Tag. Erwachsene dagegen nur noch fünfzehn Mal, so die Statistik.
Zwei Minuten lachen – so gut wie zwanzig Minuten joggen.
Die klare Empfehlung an Sie:
Lachen Sie häufig und ausgiebig! Sie werden merken, nicht nur Ihnen wird es besser gehen, sondern es wird sich auch auf die Menschen in Ihrer Umgebung positiv auswirken.
(Fokus online, Mundwerk, Zahnheilkunde)
