Die Matrjoschka-Puppe und das Prinzip der energetischen Entwicklung

Das Vorbild für die typischen russischen Holzpuppen, die in verschiedenen Größen ineinander geschachtelt und hübsch bemalt sind, waren wohl japanische sog. Fukuruma-Puppen.
Sie dienen als Anschauungsmaterial und Erklärungsmodell für die energetische Entwicklung im Rahmen der Meridianbehandlung:
In jedem Erwachsenen von heute „steckt“ noch das Kind von gestern.
(Karin Kalbantner- Wernicke und Thomas Wernicke, „Die energetische Entwicklung des Kindes“, S.7)
Das bedeutet, wir durchlaufen im Laufe des Heranwachsens bestimmte Entwicklungsschritte, sei es emotional, sozial, physisch, psychisch und auch energetisch. Kommt es in einer Phase zu einer Störung, einem Unfall, einem emotionalen einschneidendem Ereignis, einer Krankheit oder ähnlichem, kann es sein, dass die Entwicklung nicht ohne Probleme weiterlaufen kann und es kommt zu einer Blockade der Entwicklung.
Dem Kind bzw. dem Heranwachsenden fehlt dann der entscheidende Entwicklungsschritt oder es wird was Fehlerhaftes antrainiert. Der Körper kompensiert und kann oberflächlich über Vieles hinwegsehen und „schafft das schon alles“. Oft jedoch mit viel Kraftaufwand, -verlust, Schmerzen oder Befindlichkeitsstörungen, die niemand so recht einordnen kann.
Das Matrjoschka-Prinzip soll zeigen, dass im Kern immer das kleine Kind steckt und man Schicht für Schicht beim Behandeln von innen nach außen das Kind stärkt und die fehlenden Entwicklungsschritte oder Lücken nachreifen lassen kann.
Man geht behandlungstechnisch zu dem Schritt zurück, der fehlt oder Probleme zeigt und behebt diese zum Beispiel mit Hilfe von Meridianbehandlungen, Shiatsu oder der nadellosen Kinderakupunktur. So reift der Körper nach, bzw. die Meridiane können sich neu ordnen, und der nächste Entwicklungsschritt kann jetzt im besten Falle ohne Kompensationen erfolgen. So können undefinierbare Befindlichkeitsstörungen oft einfach behoben werden.
Beispiel:
Beispielsweise können Rückenschmerzen (abgesehen vom unpassenden Bürostuhl und einem unergonomischen Arbeitsplatz o.ä.) von einer Schwäche des Blasenmeridians kommen, weil das Kind früher in der entsprechenden Entwicklungsphase nicht gekrabbelt ist oder zu wenig auf dem Bauch lag. Man lässt den Blasenmeridian „nachreifen“ durch Behandlungen an verschieden Meridianpunkten.
