
Sommersonnenwende – Feier der längsten Tage des Jahres
Die Sommersonnenwende markiert den offiziellen Sommerbeginn und fällt auf der Nordhalbkugel meist auf den 20., 21. oder 22. Juni. An diesem Tag steht die Sonne am höchsten Punkt des Himmels, was den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres bringt.
In Deutschland ging die Sonne zum Beispiel in Hamburg am 21. Juni 2025 erst um 21:53 Uhr unter – mehr als 17 Stunden Tageslicht! Danach werden die Tage langsam wieder kürzer.
Warum ist das so?
Die Sommersonnenwende entsteht durch die Neigung der Erdachse und ihre Umlaufbahn um die Sonne. Die Nordhalbkugel ist dann am weitesten zur Sonne geneigt. Über dem Polarkreis geht die Sonne teilweise gar nicht unter, wie in Teilen Schwedens, Norwegens, Finnlands oder Islands.
Astronomisch gesehen erreicht die Sonne zur Sommersonnenwende die größte Mittagshöhe. Danach bewegt sie sich allmählich wieder Richtung Äquator, bis sie zur Wintersonnenwende den tiefsten Stand erreicht. Auf der Südhalbkugel verhält es sich umgekehrt: Während auf der Nordhalbkugel Sommer ist, herrscht dort Winter.
Tradition und Bräuche
Die Sommersonnenwende wird seit jeher mit Feuer, Festen und Ritualen gefeiert:
- Freudenfeuer
- Sonnwendfeuer und Johannisfeuer lodern auf Hügeln und in Dörfern.
- Sie sollen den Sommer begrüßen, Wachstum und Fruchtbarkeit fördern und böse Geister vertreiben.
- Traditionell springen Paare über die Flammen, um Glück und Liebe zu sichern.
- Sonnwend-Rachn
- Besonders in der Weststeiermark legt man grüne Fichtenäste auf die Feuer, um qualmenden Rauch über die Felder zu schicken – ein Segen für die Ernte.
- Krapfen backen
- Festtagskrapfen werden nach alter Tradition zu Sonnwendfeiern gebacken, ähnlich wie Faschingsgebäck.
- Heilkräuter sammeln
- Pflanzen wie Johanniskraut, Arnika, Beifuß, Ringelblume und Eisenkraut werden jetzt geerntet.
- Es heißt, sie enthalten die höchste Sonnenenergie und wirken besonders heilkräftig.
Die Bedeutung der Sonnwende
Die Sommersonnenwende ist ein Fest des Lichts, des Lebens und der Sonne. Sie markiert den Übergang vom Frühling in den Sommer und wird weltweit mit Festen, Tänzen, Musik und gemeinschaftlichem Essen gefeiert. Blumenkränze schmücken Haare und Häuser, und die Natur wird als Quelle der Energie und Freude geehrt.
„Die Sommersonnenwende lädt uns ein, Licht, Wärme und Lebensfreude zu feiern und die Kraft der Sonne zu spüren.“
