Traditionell Chinesische Medizin

Allgemein kann man sagen, dass es bei der TCM um das „Qi“ geht. Dieses „Qi“ kann sinnbildlich etwa mit „Lebensenergie“ übersetzt werden. Gesundheit gibt es nur, wenn der freie Fluss des „Qi“ gewährleistet ist und keine Blockaden oder sonstigen Störungen auftreten. Es gibt in der TCM verschiedene Methoden, um das Gleichgewicht von Yin und Yang (die 2 Polaritäten, die ohne einander nicht existieren oder funktionieren können) und den ungehinderten „Qi“- Fluss wiederherzustellen.

Kinderakupunktur

Auch schon Kinder und Babys können mit Akupunktur behandelt werden. Seit Ende der 90-iger Jahre erfreut sich diese Methode immer größerer Beliebtheit. Die Nadeln sind meist dünner als bei Erwachsenen, es wird schneller und kürzer genadelt und man verwendet viel weniger Punkte. Die Kinder sind sehr sensitiv, reagieren schnell auf Reize und sprechen rasch auf die Behandlungen an. Deshalb reichen auch schon sanfte Anwendungen aus. Babys unter 6 Monaten kriegen meist keine Nadeln. Es gibt alternative Techniken wie Massage oder Moxibustion, Shonishin oder kleine Samenkörner, die auf Akupunkturpunkte aufgeklebt werden. Ab dem Alter von 6 Jahren bleiben die Nadeln (natürlich je nach Konstitution des Kindes) für ca. 5 Minuten liegen, bei kleineren Kindern werden die Nadeln meist nach der Stimulation der Punkte sofort wieder entfernt.

Kinder haben von Natur aus noch eine schwache Lunge, Milz und schwache Nieren. Deshalb gibt es oft Symptome wie Verdauungsschwierigkeiten, Probleme mit den Bronchien oder eine erhöhte Infektanfälligkeit. Weitere Anwendungsgebiete für Kinderakupunktur:

  • Allergien
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Husten und Atemwegserkrankungen
  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Schreien/ Unruhe
  • Koliken

Natürlich spielen auch die Ernährung, der Lebensrhythmus und die emotionale Situation eine entscheidende Rolle bei der Genesung und müssen neben der Akupunktur mit in die Behandlung miteinbezogen werden. Oft ist es auch sinnvoll, begleitend mit ätherischen Ölen zu arbeiten. Infos hierzu kann ich Ihnen auch gerne mitteilen.

Kindertuina

Eine Möglichkeit der nichtinvasiven Kleinkinbehandlung im Rahmen der TCM stellt die Methode des Kinder- Tuina dar. Es ist eine medizinische Heilmassage mit Schiebe- und Greiftechniken, die schon von Geburt an angewendet werden können. Die Babys und Kleinkinder werden meist auch täglich zu Hause von den Eltern weiterbehandelt, die in der Regel angeleitet werden, einfache Griffe anzuwenden. Diese Methode wirkt über Meridiane und Punkte, die an die kindliche Anatomie angepasst sind. Es wird v.a. über Reize der Haut und des Unterhautgewebes gearbeitet. Die Behandlung geht zwischen 5 und 20 Minuten, je nach Alter und Ausdauer des Kindes.

Typische Anwendunsgebiete:

  • Verdauungsbeschwerden
  • Appetitstörungen
  • Wachstumsstörungen
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Allergien
  • Erkältungskrankheiten
  • Atemschwierigkeiten
  • Unruhe
  • Hautbeschwerden

Es kann aber auch hervorragend präventiv angewendet werden und als Gesundheitspflege zur Gesunderhaltung!

Shonishin

Das ist eine japanische Kinderakupunktur, die vor ca. 250 Jahren speziell für Kinder entwickelt wurde. Der Name beinhaltet zwar das Wort Akupunktur, jedoch werden keine Nadeln gestochen. Es ist eine sanfte Methode und gleicht einer Massage. Es gibt bei dieser Behandlungsmethode statt den Nadeln ein extra entwickeltes Instrument, welches zum Einsatz kommt. Es wird dabei gestrichen, geklopft, geschabt und gedrückt, aber alles ganz sanft und behutsam. Man arbeitet über Reflexzonen und Meridiane bzw. Areale, und schon die Kleinsten sprechen sehr gut darauf an. Wie bei der Kinderakupunktur und Kindertuina sind hier folgende Anwendungsgebiete aufzuführen:

  • Schlafbeschwerden
  • Unruhe
  • Infekte
  • Allergien
  • Verdauungsprobleme
  • ADHS/ ADS
  • Konzentrationsstörungen
  • Asthma
  • Enuresis/ Bettnässen/ Inkontinenz
  • Sprach- und Sprechstörungen

Akupunktur

Mit Hilfe von Nadeln werden Blockaden gelöst und bestimmte Punkte stimuliert, um den Körper zu unterstützen. Qi und Blut kommen in Schwung und gestörte Körperfunktionen können wieder einsetzen.

Moxibustion

Mittels Abbrennen feines Beifußkrauts werden bestimmte Akupunktupunkte erwärmt und stimuliert, so dass eine Stärkung und Harmonisierung des Körpers eintritt. Ebenso wird die Methode angewendet, um Blut und Flüssigkeiten zu bewegen.

Gua Sha

Mit einer bestimmten Schabetechnik wird das Gewebe bearbeitet. Auch hier wird Qi und Blut bewegt und Stagnationen werden gelöst.

Schröpfen

Die Schröpfgläser werden auf bestimmte Punkte gesetzt und mit Unterdruck wird sodann das Gewebe angesaugt. So können überschüssige Energien abgeleitet, Schmerzen gelindert, eine Mehrdurchblutung erreicht und Blutstase aufgelöst werden.